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Geiger, Peter: Krisenzeit

Liechtenstein in den Dreissigerjahren 1928-1939, 2 Ex.
Die grosse Weltkrise der Dreissigerjahre des 20. Jahrhunderts ergriff auch Liechtenstein. Hier ist erstmals die für das kleine Land schwierige, oft tabuisierte Spanne der Zeitgeschichte umfassend, wissenschaftlich, anschaulich und spannend dargelegt. 'Krisenzeit' legt Verständnisgrundlagen auch für die Kriegszeit und bis heute. Band 1 zeichnet die Bevölkerungsentwicklung nach; die politische Wende Ende der 20er Jahre, mit Rheineinbruch, Sparkassaaffäre, Regierungssturz und Wechsel auf dem Thron; die Wirkungen der Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Krisenmassnahmen, Arbeitsbeschaffung und deren Finanzierung; die Verteilungskämpfe der Parteien; das Hereinschwappen des Nationalsozialismus mit Rotter-Entführung und Antisemitismus; die Erneurungsbewegung 'Liechtensteiner Heimatdienst' und die Entstehung der 'Vaterländischen Union'; die Gesetzgebung des Jahrzehnts; die Rolle des Fürsten. Band 2 behandelt die Aussenpolitik, die Märzkrise 1938, die Anschlusspläne, Hitlers Haltung zu Liechtenstein; die Notkoalition der Parteien; die einheimische nationalsozialistische 'Volksdeutsche Bewegung'; Thronwechsel; die militärischen Bemühungen der Schweiz um Liechtenstein, Ellhornhandel und die schweizerische Verstimmung; den Berlinbesuch des Fürsten, den Anschlussputsch 1939 und die patriotische Reaktion; die Einbürgerungs- und Flüchtlingspolitik; die Stimmung vor dem Kriegsausbruch 1939. 'Krisenzeit': Die liechtensteinische Perspektive erlaubt auch ungewohnte Einblicke in Zustände und Politik der Nachbarländer Schweiz, Österreich und Deutschland. Exemplarisch spiegelt Liechtenstein die grössere Welt und deren Zeitgeschichte.'Die eigene Vorgeschichte ohne äusseren Druck auszuloten - hierzu bietet Geigers 'Krisenzeit' unerlässliche Hilfe. [.] Nicht nur durch historische Langzeitbeobachtung und Statistik eröffnet Geiger neue Bezugsrahmen zur Einordnung damaliger Landespolitik. Erstmals bis in einzelne Entscheidungsabläufe, in Motivation und Sozialprofil der Beteiligten aufgefächert, finden sich Vorgänge, die lange tabuisiert oder im Kollektivgedächtnis vereinfacht wurden: der Zusammenbruch der Landessparkasse 1928, die versuchte Entführung der deutsch-jüdischen Gebrüder Rotter 1933, die Spitzelaffäre um den Journalisten Carl von Vogelsang 1937 sowie der nationalsozialistische Putschversuch vom März 1939. [.] Geiger behandelt diese durchaus bekannten Schlüsseldramen der Landesgeschichte auf breiterer Quellenbasis und vor neuen Hintergründen.'Jürgen Schremser, NZZ
Autor Geiger, Peter
Verlag Chronos
Einband Buch
Erscheinungsjahr 2000
Seitenangabe 1162 S.
Meldetext Lieferbar in ca. 5-10 Arbeitstagen
Ausgabekennzeichen Deutsch
Abbildungen ENGLBR
Masse 2 Ex.; H24.0 cm x B16.0 cm x D8.4 cm 2'070 g
Die grosse Weltkrise der Dreissigerjahre des 20. Jahrhunderts ergriff auch Liechtenstein. Hier ist erstmals die für das kleine Land schwierige, oft tabuisierte Spanne der Zeitgeschichte umfassend, wissenschaftlich, anschaulich und spannend dargelegt. 'Krisenzeit' legt Verständnisgrundlagen auch für die Kriegszeit und bis heute. Band 1 zeichnet die Bevölkerungsentwicklung nach; die politische Wende Ende der 20er Jahre, mit Rheineinbruch, Sparkassaaffäre, Regierungssturz und Wechsel auf dem Thron; die Wirkungen der Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Krisenmassnahmen, Arbeitsbeschaffung und deren Finanzierung; die Verteilungskämpfe der Parteien; das Hereinschwappen des Nationalsozialismus mit Rotter-Entführung und Antisemitismus; die Erneurungsbewegung 'Liechtensteiner Heimatdienst' und die Entstehung der 'Vaterländischen Union'; die Gesetzgebung des Jahrzehnts; die Rolle des Fürsten. Band 2 behandelt die Aussenpolitik, die Märzkrise 1938, die Anschlusspläne, Hitlers Haltung zu Liechtenstein; die Notkoalition der Parteien; die einheimische nationalsozialistische 'Volksdeutsche Bewegung'; Thronwechsel; die militärischen Bemühungen der Schweiz um Liechtenstein, Ellhornhandel und die schweizerische Verstimmung; den Berlinbesuch des Fürsten, den Anschlussputsch 1939 und die patriotische Reaktion; die Einbürgerungs- und Flüchtlingspolitik; die Stimmung vor dem Kriegsausbruch 1939. 'Krisenzeit': Die liechtensteinische Perspektive erlaubt auch ungewohnte Einblicke in Zustände und Politik der Nachbarländer Schweiz, Österreich und Deutschland. Exemplarisch spiegelt Liechtenstein die grössere Welt und deren Zeitgeschichte.'Die eigene Vorgeschichte ohne äusseren Druck auszuloten - hierzu bietet Geigers 'Krisenzeit' unerlässliche Hilfe. [.] Nicht nur durch historische Langzeitbeobachtung und Statistik eröffnet Geiger neue Bezugsrahmen zur Einordnung damaliger Landespolitik. Erstmals bis in einzelne Entscheidungsabläufe, in Motivation und Sozialprofil der Beteiligten aufgefächert, finden sich Vorgänge, die lange tabuisiert oder im Kollektivgedächtnis vereinfacht wurden: der Zusammenbruch der Landessparkasse 1928, die versuchte Entführung der deutsch-jüdischen Gebrüder Rotter 1933, die Spitzelaffäre um den Journalisten Carl von Vogelsang 1937 sowie der nationalsozialistische Putschversuch vom März 1939. [.] Geiger behandelt diese durchaus bekannten Schlüsseldramen der Landesgeschichte auf breiterer Quellenbasis und vor neuen Hintergründen.'Jürgen Schremser, NZZ
CHF 80.00
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-905314-17-5
Verfügbarkeit: Lieferbar in ca. 5-10 Arbeitstagen

Über den Autor Geiger, Peter

PD Dr. Peter Geiger, geb. 1942, wohnhaft in Schaan, Forscher am Liechtenstein-Institut seit 1987 (Geschichte der 1930er Jahre, Zweiter Weltkrieg), bis 2008 Dozent an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, Privatdozent an der Universität Fribourg, 2001-2006 Präsident der Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein Zweiter Weltkrieg, ab 2010 Co-Vorsitzender der Liechtensteinisch-Tschechischen Historikerkommission.

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